Amazon: 70% für Autoren und Verleger

Das Apple-Tablet ist noch nicht einmal offiziell bestätigt, geschweige denn vorgestellt und dennoch hat es schon Einfluss auf andere Firmen auf dem Markt. Heute gab Amazon bekannt, dass man Verlegern und Autoren einen größeren Anteil an den Verkäufen von eBooks weiterleiten werde. Waren es vor kurzem noch bis maximal 25% so will Amazon ab dem 30 Juni 20010 bis zu 70% abführen.

Amazon KindleDiese 70% mögen vielen bekannt vorkommen, ist es doch genau der Anteil den Apple auch an App-Entwickler auszahlt, die ihre selbst-programmierten Apps über den hauseigenen AppStore verkaufen. Abgezogen wird bei Amazon nur noch 15 Dollar-Cents pro Megabyte übertragener Daten um die Kosten der Distribution zu decken. Durch die neuen Konditionen könnten Verleger an einem durchschnittlich 8,99$ teurem Buch 6,25$ verdienen. Im Vergleich zu den maximal 3,15$ die zuvor ausgezahlt wurden ein beträchtlicher Zuwachs.

Ein paar Einschränkungen gibt es jedoch für Verleger, die von der 70%-Regel profitieren wollen. So darf der sich der angepeilte Preis nur zwischen 2,99 und 9,99 Dollar bewegen. Weiterhin muss die elektronische Fassung um 20% günstiger sein als das günstigste Print-Angebot. Es müssen alle Sprachen angeboten werden, für die der Verleger die nationalen Rechte am Werk besitzt. Außerdem wird es vorgeschrieben Features geben, die diese Werke erfüllen müssen. Darunter zählt z.B Text-to-Speach. Eine endgültige Liste gibt es noch nicht, diese kann aber auch zukünftig immer wieder erweitert werden. Die Titel müssen sich zudem immer im Preis mit Konkurrenzangeboten und der Print-Ausgabe messen und der Preis darf diese nicht überschreiten. Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind hat der Autor bzw. Verleger einen Anspruch auf die oben genannten 70% vom Verkaufspreis.

Bei den jetzigen Anteilen von 7-15 % im Bereich der Print-Ausgaben und 25% für eBooks werden viele Parteien sich über die neuen Konditionen begeistert zeigen. Hier zeigt sich mal wieder, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, auch wenn die Konkurrenz noch nicht einmal vorgestellt wurde. Jedoch gehen viele Beobachter davon aus, dass Apple dieselben Raten des AppStores auch auf den über den Store verkauften eBook-Content anwenden wird. Für Amazon war es daher wohl nur eine Entscheidung zwischen Aktion und Reaktion und man hat die verbleibende Zeit bis zu einer potentiellen Bekanntgabe seitens Apple genutzt um sich selbst optimal zu platzieren.

via AppleInsider

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